Matchless 350 mit 500 ccm

Ein eher unübliches Motorrad auf meiner Hebebühne – eine Matchless 350 mit 500 ccm.

Matchless500-01Eine 350er Matchless mit einen 500 ccm Zylinder.

Matchless500-02Wohin man sieht ein schöner Original-Zustand mit Patina.

Matchless500-03Die ersten Querschläger. Nachdem die Kopfschrauben nur mit viel Kraft raus gegangen sind und alles, aber wirklich alles mit jede Menge Loctite mal verbaut wurde – hier der Zylinderkopf. Die Scheiben unter den Kopfschrauben haben sich bereits stark in den Kopf eingedrückt.

Matchless500-04Einigermaßen schrauberfreundlich ist das Ding ja. Primärtrieb ist bereits ab, das Getriebe ist schon draußen und nur noch das „bottom end“ im Rahmen.

matchless500-05Das Moped hat ja nun schon einige Jahre auf dem Buckel, am Gewinde der Ablaßschraube deutlich zu erkennen, aber das dicke Ende sollte noch kommen.

matchless500-06Die Lagerbuchse der Kurbelwelle auf der rechten Seite. Die Buchse war wie erwartet auch ausgeschlagen. Buchse ausgepresst, Gehäuse vermessen und dann ging es los. Die Aufnahmebohrung im Gehäuse war oval. Gehäuse nachgebohrt und eine Übermassbuchse angefertigt. Im Bild die Buchse mit den neuen Stösseln.

matchless500-07Zu einer neuen Lagerbuchse gehört natürlich ein ein neuer Lagerzapfen. Hier im Bild der Zapfen der Steuerseite.

Um den Zapfen zu erneuern muß die Kurbelwelle zerlegt, d.h. auseinander gepresst werden und dann kam der nächste Querschläger. Die Lagerbuchse im Pleuelfuß war oval und scheint auch eine Eigenkonstruktion gewesen zu sein. Buchse ausgepresst, Übermaßbuchse angefertigt, Pleuelfuß bearbeitet, Buchse eingepresst und auf Maß gehont. Natürlich wurde auch das Big End, der Pleuelzapfen erneuert.

matchless500-08Der Zapfen auf der Primärseite, auch neu. Hier war die Verzahnung ausgeschlagen. Kurbelwelle montiert und ausgerichtet, also einbaufertig.

matchless500-09Die neuen Kurbelwellenlager auf die Welle montiert, Gehäuse im Backofen erhitzt und das rutscht zusammen wie es schöner nicht geht.

Die überfrästen Auflageflächen für die Kopfschrauben.

Das Gehäuse ist wieder im Rahmen, jetzt ist Kolben und Zylinder an der Reihe.

So könnte das bei jedem Motor sein, richtig schön Platz zum schrauben.

Zylinder drauf, jetzt geht’s auf der Primärseite weiter.

Der Ruckdämpfer auf der Kurbelwelle, probeweise montiert

Ich hatte mich schon gefreut, aber dann kamen mir bei der Montage des inneren Primärgehäuses die ersten Gewinde entgegen. Alles wieder runter, Gewindebuchsen einsetzen.

Alles wieder zusammen. Hier die Antriebskette der Lichtmaschiene. Das Ritzel auf der Lima wackelt ziemlich rum, das kann so nicht funktionieren

Lima wieder raus und zerlegt. Hier wird mit einem Taster der Konus vermessen. Deutlich zu sehen: An den Konus wurde schon mal rumgeschliffen, da kann kein Ritzel sauber sitzen

Der nachgedrehte Konus, eine saubere Fläche

Der fast fertige Primärtrieb

Noch die Zündung einstellen. Hier der überholte Zündmagnet mit Antriebskette

Irgendwer hatte hier mal eine andere Lima mit mehr Leistung verbaut. Alles gut und schön, aber jetzt kann die Primärkette nicht mehr gespannt werden weil die Lima am Getriebegehäuse anliegt.

Nach einigem Suchen wurde dann noch ein anderer Deckel für die Lima gefunden, jetzt kann auch die Priärkette wieder eingestellt werden. Der Motor läuft und die Restarbeiten will der Besitzer selber erledigen.

Fertig !

 

 

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