T150 Triton

Am Telefon meldet sich ein Kunde der von einem Bekannten ein Projekt mit Federbettrahmen und einem T150 Motor übernommen hätte und das er jetzt fertig stellen will. Der Motor bräuchte diverse Updates. Auf meine Frage welche Updates gab’s eine klare Antwort.

Alles

Zum Glück gibt‘s Sackkarren

Sieht auf den ersten Blick sehr anständig aus. Keine rund gedrehten Schrauben usw.

Sehr frühe Motornummer, bin mal gespannt wie der Motor von innen aussieht.
Lt. Besitzer wäre er noch nie offen gewesen

Der Ausrückmechanismus für die Kupplung fehlt, mal sehen wie das weiter geht

Bei den frühen Motoren waren 2 Spannblätter für die Primärkette da. Das obere ist gebrochen,  eigentlich schon fast serienmäßig

Da fehlt eine Anlaufscheibe für‘s Nadellager

Der Primärtrieb von innen, Ölschlamm und uralte Dichtungen

So langsam wird‘s professionell. Ein festgeschweißtes Ölpumpenrad sieht man auch nicht alle Tage

Die Ölpumpe ist draußen, aber Ölschlamm in der Pumpenaufnahme?

Ich hatte gelächelt bei der Aussage dass der Motor noch nie offen war. Wenn ich mir aber solche Dichtungen ansehe …

… glaube ich es so langsam. Wirklich sehr altes Material

Hier hatte aber schon mal jemand die Finger dran. Für den O-Ring vor dem Ritzel gab es sogar mal ein Rundschreiben. So richtig geholfen hatte der aber auch nicht

Wo ich hinfasse richtig gutes, wenn auch altes Material. Auf den Rotor der Lima war 11 68 eingeprägt, also im November 1968 gefertigt. Hier im Bild die originale Lima der Trident, die war nämlich etwas breiter als die der Twins

Ölschlamm ohne Ende

Anscheinend hatten frühe Trident‘s ein wassergekühltes Getriebe

In dem Motor ist zwar reichlich Kloake, aber bisher alle Gewinde gut, nix abgerissen usw.
Ungewöhnlich

So langsam wird‘s eng. Erst mal Platz schaffen

Das erste Mal in meiner Laufbahn das ich so eine Kopfdichtung in der Hand habe. Die gab‘s nur 1968

Die Abdrücke in den Dichtflächen …

… habe ich schon öfter gesehen

Selbstsichernde Muttern auf den Hauptlagern und immer noch verbaute Ölleitungen für die Auslaßstössel. Alles „really strange“

Die Kurbelwelle ist auch gleich draußen

Zwischendurch schon mal den Kopf zerlegt. O-Ton des Besitzers: Was, nur eine Ventilfeder gebrochen? Das nenne ich Qualität

Die Sumpfplatte vom Kurbelgehäuse. Eigentlich kein Kommentar notwendig

Zur weiteren Prüfung…

… wurde erst mal der Kopf gestrahlt.

Das Gehäuse ist sauber, das ist der Startschuß

Der Motor kriegt ein 5 Gang Getriebe, also erst mal Platz machen

Die Kurbelwelle ist komplett geschliffen und die Ölkanäle sind auch sauber. Da müssen jetzt einfach Carrillo Pleuel dran

Dazu kommen noch überschliffene Nockenwellen

Die Kolben von Omega

71,626 mm Bohrung gibt 850 ccm. Mehr Hubraum ist einfach das Beste für diese Motoren

Ein neuer Zylinder mit einer vernünftigen Kopfdichtung

Als nächstes ist der Zylinderkopf dran. Hier werden die Ventilführungen passend gemacht

Ein komplett neues 5 Gang Getriebe

Passt

Der originale Drehzahlmesserantrieb wird nicht mehr gebraucht, also wird er mit einem angefertigten Deckel verschlossen

Hier und da noch ein Gewinde reparieren

Das alte Leiden, gebrochene Primärdeckel bei den Konusschrauben

Das hält

Ein uralter Schleifbock wurde zur Poliermaschine umgebaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Sieht doch ganz anständig aus

Der Engländer würde was von „lovely detail work“ erzählen

Der Kunde will den Motor selber einbauen, dann kommt die Fuhre wieder zu mir. Also erst mal ein Kiste bauen. Der Motor wird per Spedition befördert

Deckel drauf und gut

 

Share

TOP