TriBSA T150

Eine TriBSA Dreizylinder aus Dänemark mit T150 Rahmen und einem BSA R3 Motor – augenscheinlich handwerklich sauber gemacht. Mal sehen wie ich das Teil über den deutschen TÜV bringe.

Steht doch gar nicht schlecht da… mal sehen was geht.

Brauchen die im Smörrebrödland keine Tachos ? Blinker waren auch keine dran..

Der Kunde hat einige Ideen zu dem Thema Tacho & Drehzahlmesser. Erst mal eine Halteplatte bauen.

Kontrollleuchten in der Mitte, da hat der Mann vom TÜV garantiert nix zu meckern.

Elektronische Instrumente. Also die Elektrik auf Minus = Masse ändern und das ganze Zeug verkabeln.

Vorne rechts wurde ein Gabelstandrohr erneuert und die Bremsbeläge sind auch in die Tonne geflogen. Hier die Ankerplatte in der Drehbank.

Sauberes Tragbild, das muß bremsen.

Längere Bremshebel sind obligatorisch.

Zwischendurch wurden die Räder neu gespeicht. Hier hat der Erbauer aber ordentlich geschlampt. Der Achsdurchmesser bei den Konusnaben ist kleiner als der von frühen Naben, die Kettenspanner waren auch verschieden. Hier die Kettenradseite.

Auf der anderen Seite das gleiche Drama.

Eine Distanzbuchse aus Edelstahl gedreht, hier die Anprobe.

Der Kettenspanner geht auch drüber, das kann so bleiben.

Rechts die gleiche Prozedur.

Hinterrad sitzt und läuft perfekt. Jetzt noch einen Kettenschutz von einer OIF Triumph passend gemacht.

Das kann so bleiben

Die oberen Befestigungen sind OK, jetzt noch einen unteren Halter bauen.

Ein bisschen bohren, ein bisschen feilen…

Noch 2 Rosetten für die Blinker drehen…

So, das Ding ist auch dran.

Alles dran, keine zusätzlichen Löcher gebohrt, erledigt.

Alles an Ort und Stelle, treten wir das Ding mal an. Motor springt an und macht sehr seltsame Sachen weil er anscheinend irgendwo Falschluft zieht, ein Leerlauf ist nicht vorhanden.
Vergaser raus und zerlegen. Wenn die Hauptdüsen schon so aussehen ……

…. sehen die Schwimmerkammern auch nicht besser aus.

Leichter Grünspan an den Düsennadeln.

Tuning vom Profi. Hier wurden anscheinend die Übergänge vom Stutzen zum Kopf nachgearbeitet. Sehr wenig Dichtfläche !

Am Kopf sieht’s nicht besser aus. Vergaser wieder rein, 2 Tritte und der Motor läuft, und er läuft nicht schlecht obwohl eine seltsame Bestückung in den Vergasern war.

Neues Problem. Ölverlust an den Stösselrohren. Ventildeckel runter und schon wird’s lustig. Hier haben die Einstellschrauben der Ventile am Deckel gekratzt. Beim näheren Hinsehen war auch klar warum. Der Kopf wurde mal überholt und hier wurde eine falsche Kombination von Ventilen und Einstellschrauben verbaut.

Nicht nur an dem einem Zylinder haben die Einstellschrauben Feindkontakt.

Rockerbox runter und schon grinsen mich zerquetschte Dichtringe an.

Die Überreste einer Ventileinstellschraube. Scheint eine Butter-Käse Legierung gewesen zu sein. So was ist mir auch noch nicht untergekommen…

Wie kann ein Kipphebelgehäuse da reißen ? Manche Sachen werde ich nie verstehen.

Als das Moped kam waren bereits zurück verlegte Fußrasten dran, aber mit einem umgedrehten Schalthebel. Dadurch schaltet sich der erste Gang nach oben, der Rest nach unten. Der Besitzer will aber das normale Schaltschema beibehalten, also wurde noch eine Schaltanlage aus Edelstahl gebaut.

Sitzt einwandfrei, schaltet ohne zu klemmen, spielfreie Gelenke. So soll es sein. Jetzt fehlt nur noch der Gummi auf dem Schalthebel.

Alles fertig, Probefahrt. Ergebnis ist eine rutschende Kupplung. Einstelltechnisch geht nix mehr, also Primärdeckel runter und schont taucht ein falsch montierter Simmerring auf.

Kupplung zerlegt, alles sauber gemacht, die Reibscheibe erneuert und natürlich ein vernünftiges Lager montiert

Das kommt davon wenn falsche Schrauben verwendet werden. Bei den ganzen roten Klecksen ist das Gehäuse durchgebrochen. Wie sagte mein Meister immer ? Murkser aller Länder vereinigt euch !

Jetzt kommt’s aber richtig dick. Das Gehäuse der Ölpumpe wird von 2 Schrauben zusammen gehalten. Hier hat ein Künstler zu lange Schrauben verwendet und die stehen unter auf der Dichtfläche über. Resultat ? Selbst wenn jetzt noch die Papierdichtung dazu kommt, wie soll die Pumpe unten am Gehäuse abdichten ? Edelmurks !

Am Ölpumpengehäuse hat der Künstler anscheinend auch rumgeschliffen. Warum ?

Alle Querschläger vom Tisch, in den Ausrückmechanismus noch ein vernünftiges Lager eingebaut und eine Einstellmutter mit kleinerer Schlüsselweite als das riesige Originalteil. Das hat ein Gesicht.
Jetzt werden wir sehen was der TÜV sagt….

Stay Tuned !

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